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Die Friedensautoren mit Texten

26. September 2008 5 26 /09 /September /2008 05:05

 „Ja es ist mal wieder einer dieser Tage, wo ich hier zu dir komme. Und unbedingt mit dir reden möchte, denn ich vermisse dich schrecklich. Es ist nun schon eine Weile her, als wir uns das letzte Mal gesehen haben. Leider...“ ich denke kurz einen Moment nach, Gedanken versunken rede ich weiter.

 

Eine Ewigkeit oder nur ein Moment?! Ich weiß es nicht. In meinen Gedanken bist du immer bei mir. Ganz nah. Vorm schlafen gehen sehe ich dein Bild vor mir... Beim Aufwachen ...ständig. Nur an schlechten Tagen nicht. ... So einem wie heute. Und das es regnet, passt zu meiner Stimmung. Aber den Regen siehst du ja vielleicht.

 

Und nun stehe ich hier bei dir. Mal wieder... Ich habe Angst dich zu vergessen. Hätte ja nicht gedacht, dass ich irgendwann mal die Chance dazu bekommen würde, dich zu vergessen. Nach all unseren Plänen habe ich nie an diese Situation gedacht. Nach all unseren gemeinsamen Erlebnissen. Aber ich will dich nicht noch einmal verlieren. Ganz bestimmt nicht. Denn darüber bin ich immer noch nicht hinweg. Und werde es wohl nie kommen.“

Ich schreie fast tonlos die Worte, bevor ich flüsternd frage:

Siehst du mich manchmal? Denkst du manchmal an mich? Denkst du manchmal an die Gefühle, die wir für einander hatten, haben?! Ich denke sehr oft an dich. An dich, deinen Körper, deine Ausstrahlung, deine Art, halt an alles, was ich so an dir geliebt habe. Ich hätte dich so gerne wieder bei mir...

 

Weißt du noch? Früher fand ich es schon nicht toll einige Stunden oder Tage von dir getrennt zu sein. Und dann habe ich schon immer gedacht, dass das schlimm wäre. Jetzt weiß ich es besser. Jetzt weiß ich warum ich mir diesen Fall nie ausgemalt habe, wie hätte ich jemals gekonnt? Wie?

Warum ist das alles so passiert, wie es passiert ist? Warum höre ich deine Antwort nicht, sondern muss sie mir denken? Ja richtig, ich wusste sonst auch meist, was du sagen möchtest, aber da habe ich es doch noch mal aus deinem Mund gehört.

Verdammt. Da war das ein Spiel von uns, und jetzt? Weißt du noch, wie wir dann immer gelacht haben.“ Ich schaue nach oben. Dunkle Wolken ziehen über mir ihren Weg.

 

Ach Mensch, ich will hier nicht mehr ohne dich sein. - Aber eines Tages sehen wir uns wieder. Versprichst du mir das? Ja?! Und dann ist alles wieder wie früher. Wartest du auf mich?“ Ich blinzle verzweifelt.

Verdammt, aber dein Geruch ist längst schon meinem gewichen. Deine Fotos hängen kostbar im Rahmen aber sehen so leblos aus. Deine T-Shirts bleichen langsam aus, weil ich sie so oft getragen habe. Selbst die Erinnerungen verblassen und dabei will ich dich nicht noch mal verlieren.“, die letzten Worte schreie ich fast und der alte Mann ein paar Reihen weiter schaut mich verständnisvoll an. Dennoch kommen mir Tränen.

 

Warum kannst du das nicht alles einfach stoppen - und zu mir zurückkommen? Bitte.

Ich brauche dich! Verstehst du das nicht? Bitte, lass mich nicht alleine.

Und eins darfst du nie vergessen... Ich liebe dich.“, ich breche kurz ab, dieser Satz klingt nun so fern und dennoch klingt er genau so, wie ich ihn dir immer ins Ohr geflüstert habe, ich erschrecke und die Tränen kullern in Bächen meine geröteten Wangen hinunter und platschen mit den Regentropfen zusammen auf den Boden. „Ich liebe dich!“, flüstere ich noch einmal.

Und ich werde dich immer lieben. Hier drin, ja genau hier drin wird immer ein Platz für dich sein. Ich werde dich nie vergessen, wie könnte ich, nach all der Zeit mit dir? Wie könnte ich???“, wieder fast schreiend stammle ich die letzten Wörter. Ich will diesen Ort nicht verlassen. Minutenlang stehe ich vor deinem Stein und schaue ihn an.

 

Ich lege behutsam die dunkelrote Rose hin und wende mich schweigend ab. Aber meine Gedanken werde ich niemals von dir abwenden. In meinem Herzen lebst du weiter.

 

 

J.F.2005

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats

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Published by Slov ant Gali eingestellt
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