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Die Friedensautoren mit Texten

8. Oktober 2008 3 08 /10 /Oktober /2008 12:35

Die alten Römer

hielten es so:

Fraßen die Heiligen Hühner

gierig und wild -

dann tapfer rein in die Schlacht.

Verschmähten sie das Futter -

greif nicht an.


Just vor dem Überfall

auf die Flotte der Punier

ward Pulcher gewarnt,

Roms Erster Konsul:

Die Heiligen Hiihner

wollen nicht fressen.


Frevelnd stieß der Feldherr die

Heiligen Huhner vom

Flaggschiff.

Wenn sie nicht fressen wollen,

sollen sie wenigstens saufen.


Die See schluckte

die Hühner und

Schiff um Schiff.

Vor Drepana war's,

gut zweitausend Jahr her.


Knapp nur entkam

Pulcher den Puniern.


Nicht dem Gericht

der Römer,

verklagt, verurteilt.

Verbannt.

Wegen Gotteslästerung.


Längst zerstoben

das punische Reich, das römische

und der Weltreiche mehr.


Wie halten wir's mit den Zeichen

der Götter?

Greifen wir an?

Stehn wir zuruck?


Wenn unsere Heiligen

Hühner nicht fressen wolIn:

Halten wir uns zuriick .


Fressen die Heiligen Hühner

gierig und wild:

Ach, halten wir uns zurück!


Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats. l

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Published by Slov ant Gali eingestellt
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