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Die Friedensautoren mit Texten

7. Januar 2009 3 07 /01 /Januar /2009 14:40

Ohne Titel

 

Jeder will wissen, wo ich bin, ob ich noch lebe. Ich lade mein Gewehr tief in der Höhle verborgen. Klein ist mein Schatten an der Höhlenwand, riesig ist er, wenn ich aus der Höhle hervortrete. Dann lege ich mein Gewehr an, eine ganze Armee hinter mir.

 

Ihr streichelt euren Kindern über die Köpfe. Wenn ich schieße, fließt Blut über ihre Gesichter. Ihr zahlt eure Versicherungen, schlaft nachts ruhig in weichen Betten – nicht mehr lange.

 

Ich lade mein Gewehr, schieße mich in eure Träume hinein. Das Blut eurer Kinder werdet ihr trinken.

 

Jeden Morgen schminkt ihr eure Gesichter, damit ihr das Lächeln nicht verliert, eure Fratze nicht sichtbar wird.

 

Meine Kugeln werden eure Grimassen zerreißen.

 

Zieht euch ruhig eure Sonntagskleider an, fallt auf die Knie und tut so, als hättet ihr einen Gott.

 

In mein Gesicht werdet ihr schauen, werdet sehen, wie ich den Feuersturm entfache.

 

Meine Armee steht hinter mir.

 

Auch Siegfried glaubte unverletzlich zu sein – so wie ihr, so wie ihr.

 

Klein ist mein Schatten an der Höhlenwand. Ich trete aus der Höhle hervor, mein Schatten entsteigt euren Gräbern.

 

 

  Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

 

 

 

 

 

 

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Published by Slov ant Gali eingestellt
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