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Das Friedensblog sammelt Friedenstexte interessierter, engagierter moderner Autoren.

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Die Friedensautoren mit Texten

6. Januar 2009 2 06 /01 /Januar /2009 12:36

 

Nein, lass nur ...

Ich brauche kein flackerndes Kaminfeuer.

Nicht die Kühle im Raum

lässt mich erschaudern.


Nein, lass nur ...

Ich brauche keinen wärmenden Mantel.

Nicht der eisige Januarwind

ist schuld an meinem Frösteln.


Nein, lass nur ...

Ich brauche keinen heißen Tee.

Nicht die Erkältung

bringt mich zum Zittern.


:


Der Blick in die Zeitung ist es,

der mich frieren lässt:


angstvolle Augen,

deren Tränen ich nicht trocknen kann,

aufgerissene Münder,

deren Schreie mir in den Ohren dröhnen,

trauernde Mütter,

die ich nicht tröstend umarmen kann,

denn es gibt keinen Trost.


Frieden ist es, den wir brauchen.

Oder wenigstens die Hoffnung darauf.


Kannst du mir die geben?

Nein? Dann lass nur ...

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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Published by Slov ant Gali eingestellt
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Kommentare

Slov 01/06/2009 20:35

...Das Ich klingt aber sehr resignierend mit seinem Schluss...
Es bleibt zu hoffen, dass das Gedicht als Kunstwerk diese Resignation beim Leser bekämpft...
lg
Slov

gunda 01/06/2009 19:20

Nein, natürlich darf das nicht sein, Slov. Aber dieses Du ist nun mal ein Schlaffi, das sein Heil lieber in einem Kaminfeuer und einer Tasse Tee sucht - teils aus Bequemlichkeit, vllt aber auch, weil sich im Laufe immer wieder neu enttäuschter Hoffnungen ein gewisses Gefühl der Hilflosigkeit eingeschlichen hat ...
Das Ich wird sich hier ein anderes Du suchen müssen, um mit ihm gemeinsam wenigstens ansatzweise etwas gegen das Frieren zu tun ...
lg
Gunda

Slov 01/06/2009 15:56

Liebe Freundinnen und Freunde,

anbei leite ich Euch einen Spendenaufruf der Palästinensischen Ärzte und Apothekervereinigung Deutschland e.V. mit Bitte um Unterstützung weiter.
Der Aufruf wurde bereits am 30.12.08 veröffentlicht - angesichts der aktuellen Lage im Gazastreifen ist aber eine Hilfe in Form von Geld- und Medikamentenspenden dringend geboten.

Außerdem findet ihr weiter unten eine aktuelle Presseerklärung der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost" sowie einen Link zu einer Presseerklärung der Internationalen Liga für Menschenrechte vom 02.01.09.
http://www.juedische-stimme.de/material/090104-js-erklaerung.pdf
http://www.juedische-stimme.de/

http://www.ilmr.de/

Mit besten Grüßen

Jens-Uwe Thomas


1.

Spendenaufruf











Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,



Liebe Freunde,







anlässlich des Israelischen Massaker in Gaza, wo mittlerweile über 380 Tote und 1700 Verletzte (Stand 30.12.08 um 11:17 Uhr) zu beklagen sind, bitten wir Sie vom Vorstand der Palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland e. V. um finanzielle- und Medikamenten-Spenden







Spendenkonto:







PAAV Deutschland e. V.







Konto: : 4069114801







Dresdner Bank Berlin







BLZ: 12080000











Medikamente







können am besten per Post an die u. g. Adresse geschickt werden.















Wir arbeiten auch daran, ein Ärzteteam in das Kriegsgebiet zu schicken, so bald die Situation dies erlaubt.











Mit freundlichen Grüßen



Der Vorstand

...................................................................................................................................................................................



Weitere Infos dazu s. auch in der Berliner Zeitung vom 05.01.09: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/117849/index.php



.....................................................................................................................................................................................



2.

Presseerklärung der Deutschen Sektion der EJJP (European Jews for a Just Peace) zur Lage in Gaza.




Wir verurteilen den seit dem 27. Dezember andauernden Angriff israelischer Streitkräfte auf den Gazastreifen und fordern im Einklang mit dem weltweiten Protest gegen diesen Krieg ein sofortiges Ende der Kämpfe.

Obwohl wir die Ängste der Menschen im Süden Israels verstehen, die seit langem von Raketen aus dem Gazastreifen heimgesucht werden, sind sie auch ein Ergebnis der ebenfalls seit Jahren andauernden verheerenden Lage im Gazastreifen, verursacht durch die israelische Blockade, und der Besetzung der Westbank.




Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf – die Europäische Union und die USA – auf Israel Druck auszuüben, um dem Gemetzel im Gazastreifen ein sofortiges Ende zu setzen. Wir verurteilen die Bombardierung und jetzt das Eindringen der israelischen Streitkräfte in den Gazastreifen. Wir sind nicht der Meinung, daß Probleme durch die systematische Ermordung und Töten seiner Gegner langfristig zu lösen sind: Im Gegenteil, Haß gebiert Haß, und Gewalt zeugt nur neue Gewalt und Wut. Auch ein „Terrorist“ hat Anspruch auf einen fairen Prozeß.

Das Scheitern der Oslo-Verträge, das nicht eingehaltene Versprechen einen palästinensischen Staat zu schaffen, die hartnäckige Ablehnung die Hamas als gewählte Regierung an Verhandlungen zu beteiligen, haben mit zu der gegenwärtigen Lage geführt.




Wir verlangen den Einsatz internationaler Truppen im Gazastreifen, die zum einen den Abschuß von Raketen auf Israel verhindern, zum anderen den endgültigen Rückzug der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen, und die humanitäre Versorgung der dort lebenden Palästinenser gewährleisten würden sowie das Öffnen und Offenhalten der Grenzen.




Ruth Fruchtman

Vorsitzende der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, e. V.

Presseerklärung der Internationalen Liga für Menschenrechte vom 02.01.09: http://www.ilmr.de/

slov 01/06/2009 13:46

Können wir uns wirklich keine Hoffnung geben?
Müssen wir uns so hoffnungslos fühlen?
Findet das Ich beim Du und umgekehrt nicht die Kraft, ETWAS gegen dieser Art Welt zu unternehmen? ... und sei es, mit den vielen Anderen, die genauso empfinden auf die Straße zu gehen und zu brüllen "So nicht!"?
"Die schweigende Mehrheit" überlässt so einer "Nachrichten produzierenden" Minderheit das Leben auf der Erde. Und das darf nicht sein.
Slov

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