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Das Friedensblog sammelt Friedenstexte interessierter, engagierter moderner Autoren.

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Die Friedensautoren mit Texten

7. November 2009 6 07 /11 /November /2009 15:59


Mama, mich hat eine Biene gestochen,
rief ein Kind im vollen Lauf,
ich bin nur durch das Gras gekrochen,
und tatschte ein wenig drauf.

Ich hasse alle Bienen, sie tun alle weh,
ich werde sie alle verjagen,
ich will keine mehr in meiner Näh.

Die Mutter drückte das Kind zu sich,
sie spürte seinen Schmerz,
es tat ihm weh, ganz sicherlich,
sie fühlte es auch im Herz.

Da sprach sie liebevoll sanft und leise,
zeig mir wo dies geschehen,
danach sag ich Dir eine kleine Weise!

Am Ort, wo der Schmerz ward geboren,
da lag die Biene tot im Gras,
das Kind schien ein wenig nun verworren,
und wirkte ein wenig blass.

Die Mutter nahm das Kind auf den Schoß,
und begann zu erzählen, die alte Mär,
erzählte von einem Prinzen im weißen Schloss,
weit weg am Rand vom blauen Meer!

In einen weit entfernten Reich,
da gab es einen Königssohn,
er war so zornig wie auch reich,
und bald flüsterte jeder schon:
Er wird einst mit dem Schwerte regieren,
und Blut wird unsere Länder tränken,
Gevatter Krieg wird einmarschieren,
niemand wird mehr ein Lächeln schenken.

Der Lehrer von diesem Königssohn,
war ein weiser und guter Mann,
er zeigte ihm für den Zorn den Lohn.

Denn als der Prinz wieder voller Wut,
da nahm er seine junge Hand,
und drückte sie auf eine Blume, rot wie Blut,
auf der sich eine Biene befand.
Die Biene stach den jungen Mann,
im Schmerz schwoll seine Hand,
ungläubig sah er den Lehrer an,
und sagte ängstlich als auch arrogant!

Ich erzähl es dem König, meinen Vater,
was Du mir nun hast getan,
ich vertraute Dir, da du mein Berater,
doch jetzt kette ich Dich im Kerker an.

Der Lehrer sagte – sei still und sieh,
ich zeige Dir den Lohn der Wut,
die Biene stirbt und erholt sich nie,
deine Hand wird aber wieder gut!

Lerne hier von diesem Bienenstich,
und denke selbst nach ob es lohnt,
und zeigt es doch – ganz sicherlich,
das in der Wut der Tod meist wohnt!

Dein Schmerz wird bald entschwinden,
verloren im steten Lauf  der Zeit,
und du wirst es schnell überwinden,
die Biene gerät in Vergessenheit.

Der Prinz blickte auf die tote Biene,
und dachte der weisen Worte wohl,
ein Lächeln verzog seine sonst strenge Miene,
und wusste dass er sich ändern soll.

So sprach die Mutter zu ihrem Kind,
und es tat dem Kinde gut,
verflogen war der Schmerz im Wind,
und das Kind schöpfte neuen Mut.

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Published by Slov ant Gali eingestellt
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Kommentare

Oliver 02/24/2010 20:47


Das Gedicht gefällt mir sehr und, vorallem das ausloten der Sprache finde ich sehr bewundernswert!


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