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Das Friedensblog sammelt Friedenstexte interessierter, engagierter moderner Autoren.

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Die Friedensautoren mit Texten

30. Oktober 2008 4 30 /10 /Oktober /2008 05:32
 Von Dekorierten geht die Kunde,

es sei zu lasch, des Menschen Drahtseilschweben.

Standfest, uniform und klein,

Modelkonzept Dominostein.

Denn neu verteilt sei dann die Welt,

ein jeder kriegt wohin er fällt,

samt Lattenzaun und Hausinschrift.

Holzwürmer nicht mehr Maden,

nagen in Grab und Schützengraben.

Wenn einer fällt, fallen alle mit.

Doch alles steht, macht keinen Schritt.

 

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats. 

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29. Oktober 2008 3 29 /10 /Oktober /2008 15:35
Wie kann es Frieden geben
wenn Völker so von Hass erfüllt
mit Waffen, Bomben und Raketen
sich stürzen in das Kriegsgewühl
 
Wie kann es Frieden geben
wenn Zorn und Wut die Grenzen sprengen
Menschen als Waffe deklariert
ihr Leben dann dem Tode schenken
 
Wie kann es Frieden geben
wenn keine Einigkeit besteht
jeder auf sein Recht bestehend
nur seinen eigenen Sieg anstrebt
 
Wie kann es Frieden geben
wenn man Hochmut, Stolz und Häme zeigt
freudig lachend, schulterklopfend
sich brüstend zu den Siegern reiht
 
Wie kann es Frieden geben
wenn wir uns nicht die Hände reichen
Wie soll uns Gott vergeben
bei Brudermord und Kinderleichen.
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28. Oktober 2008 2 28 /10 /Oktober /2008 16:23
 die gabe

auszublenden

was dem paarungstrieb

entgegensteht

oder der liebe

das überleben der gattung

in abhängigkeit

vom ignorieren des todes

am anderen ende

der globalisierten

und dennoch blinden welt

die lust

ein egozentrisches pflänzchen

behütet

vor dem hagel

der tötenden menschheit

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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27. Oktober 2008 1 27 /10 /Oktober /2008 18:26

Alle Erinnerungen an Krieg und Bombenterror möchte man gern vergessen. Aber wir dürfen es nicht, solange Kriege noch Mittel der Politik sind.

1936 begannen die deutschen Faschisten mit Luftangriffen auf Spanien, diese noch grausamer zu führen.

Bombenangriffe wurden dann auch von anderen Krieg führenden imperialistischen Ländern aufgegriffen.

1999 beim Überfall auf die Souveränität Jugoslawiens war Deutschland beim Luftterror wieder dabei.

 

Bis heute bedienen sich die imperialistischen Staaten- vor allem die USA der Luftangriffe, die als Luftschläge verharmlost, sowie Opfer unter der Zivilbevölkerung billigend einkalkuliert werden.

Dazu dürfen wir nicht schweigen.

 

Darum möchten wir mit einem Auszug aus unserem Episodenbüchlein „Und weiche keinen Cico breit“ zum Thema Frieden beitragen.

 

Vier Wochen später- es war wohl im Jahr 1940- wurde ich mit noch einem 14- jährigen Jungen nach Hannover ins Stephanstift, einem kirchlichen Erziehungsheim gebracht; Schule, Kirche, Speisesaal, Aufenthalts- und Schlafräume für etwa 200 Kinder- alles befand sich auf einem Gelände.

In diesem Stephanstift verbrachte ich fast vier Jahre meiner Kindheit

mit sehr widersprüchlichen und grausamen Erziehungsmethoden. Der Schulhof wurde für einige Erzieherinnen zum Exerzierplatz, die mit uns in den einzelnen Abteilungen umgingen, wie die Wehrmachtsspieße mit ihren Rekruten- „Achte auf Daumen- auf nieder, auf nieder!“

Im Sommer war nach der Schule Feldarbeit angesagt, Unkraut jäten,

Möhren verziehen und was so anfiel.

Einmal erging es mir schlecht- die Erzieherin erwischte mich mit den

Hosentaschen voller Möhren; denn Hunger war unser ständiger Begleiter. Die Strafe war: kein Abendbrot am Tisch- sondern in der Ecke stehen- ohne was!

Jeden Sonntag marschierten wir- HJ- Lieder singend- bis zur stiftseigenen Kirche. An der Tür hieß es dann: „Lied aus, Abteilung halt! In einer Reihe marsch!“

Im Kirchenraum wurden dann andere Lieder angestimmt, da durften wir „Jesu Schäflein“ sein.

 

Als die angloamerikanischen Bombenangriffe- insbesondere auf den Raum Hannover- zunahmen, wurde ein großer Teil der Jungen nach dem etwa acht Kilometer entfernten Rittergut Kronsberg evakuiert.

Die Lebensbedingungen änderten sich für uns Jungen zwischen 10 und 14 Jahren insofern, dass die Arbeit auf den Feldern noch schwerer wurde. Die Kleineren wurden meist zum Kartoffelschälen und Strümpfestopfen eingeteilt.

 

Im Herbst 1943 wurden wir in der Schulpause- ohne Voralarm- von einem über unserem Gelände kreisenden englischen Flugzeug überrascht. Es flog so tief, dass man den „Tommy- Punkt“ deutlich erkennen konnte. In der Nacht wussten wir dann, warum. Die Sirenen heulten Fliegeralarm und wir mussten in den Luftschutzkeller. Dann schlugen auch schon die Bomben ein, die Sprengbomben glücklicherweise neben die Häuser, aber die Brandbomben verfehlten nicht ihr Ziel.

Sämtliche Gebäude standen in Flammen. Einige Kinder schrieen nach ihren Kameraden, die in die Arrestzellen eingesperrt waren- aber die Erzieher mit den Schlüsseln waren zu feige, nochmals nach oben zu laufen. So verbrannten sie am lebendigen Leibe. Über uns brannte das Gebäude ab. Bevor die Wände einstürzten, konnten wir uns aus dem brennenden Haus befreien.

Die Häuser waren im Carre angeordnet- in der Mitte die Kirche, die als einziges Gebäude nicht brannte. Wir suchten dort Schutz- aber nicht für lange, sie war wohl vom Luftdruck so zerstört, dass von oben Steine auf uns herab fielen. Für den Rest der Nacht flüchteten wir aufs offene Feld- und harrten in einem Bombentrichter aus. Am nächsten Morgen wurden wir zu Fuß wieder zurück zum Stephanstift geführt. Bis auf die zwei Jungen im Arrest überlebten alle etwa 150 Kinder. Diese beiden Jungen waren drei Tage lang- bei Wasser und Brot- eingesperrt worden, nur weil sie ausgerissen waren.

Dieses Erlebnis lässt mich bis heute nicht mehr los. Ich halte jegliche Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung für das schlimmste Verbrechen!

Das ist Terrorismus!

 

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats. 

 

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27. Oktober 2008 1 27 /10 /Oktober /2008 07:23

Entseelte Körper verwesen,

gefallen auf erdigen Grund,

getroffen von zehntausend Hieben,

die Kehlen vom Schreien wund.

 

Entseelte Körper fließen

entwurzelt ins schwarze Meer.

Tränen, die Brüder vergießen,

finden beim Mensch kein Gehör.

 

Entseelte Körper bewahren

beschrieben das Gleichnis auf.

Beseelte Menschen, die lernen

etwas für die Zukunft daraus.

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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27. Oktober 2008 1 27 /10 /Oktober /2008 07:19

Einmal noch lieben,

Einmal noch geliebt werden.

Einmal noch Hoffnung atmen,

sei’s auch Selbstbetrug.

 

Einmal noch leben –

sterben kann ich schon sehr gut.

 

 Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats. 

 

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27. Oktober 2008 1 27 /10 /Oktober /2008 07:18

Bilder,

nichts sagend,

quellen aus dem Äther hervor -

die Wahrheit,

längst zu Grabe getragen,

bevor der Frieden

seine Unschuld verlor.

  Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

 

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26. Oktober 2008 7 26 /10 /Oktober /2008 11:20
Das Wort FRIEDEN schreibt man mit einem Kinderlächeln

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem Schrei eines Neugeborenen

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem ersten Kuss

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem Frühling im Mai.

 

 

 

 

 

Das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem ersten Flug

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem Gesang der Nachtigall

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem Sonnenlicht

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man mit dem Schweiß der Arbeit.

 

 

 

 

 

Das Wort FRIEDEN schreibt man einmal mit dem Tag

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man einmal mit der Nacht

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man manchmal mit dem Tod

 

 

das Wort FRIEDEN schreibt man immer mit dem Leben.

 

 

  Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

 

                                                                                

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25. Oktober 2008 6 25 /10 /Oktober /2008 18:22
 Die Menschen neben ihr klatschten. Die ältere Frau hatte die Hände in den Manteltaschen versenkt und den Kopf gebeugt, um sich vor Wind und Regen zu schützen. Sie hatte Tränen in den Augen.

Am Podium erhob der Sprecher die Arme, als er seine Rede beendete. Die Frau hatte ihm zugehört. Den folgenden Vorträgen schenkte sie kaum Beachtung. Die Worte nahm sie wahr, aber sie konnte sie nicht begreifen. Zwischendurch vernahm die Frau nur noch den euphorischen Applaus der Menschenmenge.

Alle, die hier standen, waren gegen den Krieg. Die Frau war auch gegen den Krieg, gegen jeden Krieg. Seit Wochen gab es nur noch ein Thema. „Angriff gegen den Irak.“ Nachdem die Flugzeuge in die Zwillingstürme in New York geflogen waren, wusste sie, dass es Krieg geben würde.

„Das gibt Krieg“, sagte ein Bekannter, als er die Nachricht hörte, und er sprach das aus, was die Frau befürchtete. Für sie war ein Weltkrieg wahrscheinlich. Ein Krieg, den sie als Kind erleben musste. So etwas wollte sie nicht noch einmal ertragen. Tagelang ließ sie keine Nachrichten aus. Sie verstärkten das Gefühl: Krieg, wieder Krieg!

„Na, stell dich nicht so an, reagiere doch nicht so dramatisch, zu uns kommt der Krieg doch nicht“, sagte jeder zu ihr, mit dem sie über ihre Befürchtungen sprechen wollte. Nach einigen Tagen redete sie mit niemanden mehr über ihre Ängste.

 

Jetzt stand sie noch zitternd zwischen den Menschen, die

dem Aufruf zur Demo gefolgt waren, einem Protestmarsch gegen den Krieg, wie er in vielen Städten stattfand. Immer denkbarer wurde ein Angriff. Die Frau beachtete auch die nächsten Redner nicht. Bei dem Aufruf sich zur Lichterkette aufzustellen, wurde ihr bewusst, dass sie frierend auf dem Burgplatz stand. Sie entfernte sich wie ein Schlafwandler in die Finsternis und konnte die Angst vor dem Krieg nicht mehr ertragen.

Sie fröstelte, es war kalt und unbegreiflich dunkel. Sie verstand nicht, warum jetzt? Warum in unserer Zeit, in

einer Zeit des relativen Friedens?

Drei Bahnen ließ sie an der Haltestelle vorüber fahren,

bevor sie in der Lage war das Trittbrett mit dem Fuß zu berühren, die Haltegriffe zu fassen und einzusteigen. Sie hatte keine Kraft. Überall las sie das Wort Krieg. Es stand den Menschen auf der Stirn, aber sie schienen es nicht zu merken. Die Buchstaben warfen Blasen, flossen auseinander und wurden zu blutroten Lettern. Die Luft roch nach Krieg, sie atmete Krieg. Wie mit einem schwarzen Stift schienen die Worte an sämtliche Wände geschrieben.

Als sie ausstieg und in ein Schaufenster schaute, begegnete sie ihrem Spiegelbild, begegnete sie sich. Sie sah einen verängstigten, grimmigen Menschen. Die Frau versuchte zu lächeln, aber es gelang ihr nicht. Chaos war in ihr. Sie fühlte sich so hilflos. Immer diese Angst. Am schrecklichsten war die Furcht vor der Dunkelheit.

Sie bemühte sich, klar und bewusst zu denken, aber ihre Gedanken verloren sich in der Marschmusik, die sie aus einem Cafe hörte und die sie so hasste. Marschmusik, die Bilder in ihr aufleben ließen, die sie nicht sehen wollte.

Soldaten, hunderte, tausende Soldaten, müde, ausgehungert und wie Roboter der Musik folgend. Sie wusste nicht, wo sie diese Bilder gesehen hatte, aber sie hatte sie gesehen. Ihr Denken stand still vor Angst. Weglaufen konnte sie nicht, abgestumpft war sie nicht. Die Welt hatte sich verändert, so kam es ihr vor. Sie selbst hatte sich verändert. Langsam ging sie durch die Fußgängerzone. Nur mit kleinen Schritten kam sie voran. Atemschwaden dampften ihr aus dem Mund, vermischten sich mit dem Regen und trübten ihren Blick. Eine junge Frau begann ihre Fenster zu putzen. Es nieselte immer noch. Die alte Frau erschrak, weil doch alles wie immer schien. Mütter zerrten Kinder hinter sich her und schleppten Einkaufstüten. Die putzende Dame schloss das gesäuberte Fenster.

Ich muss vorsorgen, dachte die Frau, während sie versuchte, die zerrissenen Fäden ihrer Gedanken zu verknüpfen. Bekleidung, etwas Warmes zum Anziehen müsste ich haben, waren ihre Überlegungen. Sie erinnerte sich an ihre Albträume nach dem letzten Weltkrieg. Diese Träume von Flucht, in denen sie immer nach einem warmen, langen Mantel suchte, den sie mitnehmen wollte -auch im Hochsommer -, aber sie fand keinen Mantel. Dieser Krieg wird ja nicht lange dauern, versuchte sie sich zu trösten, nur, sie fühlte keinen Trost. Die warme Zudecke, die sie besaß, die war ihr eine Beruhigung, über die freute sie sich.

Lebensmittel, kam es ihr in den Sinn, könnte sie kaufen. Konserven, Tütensuppen, so etwas kann man gut lagern, gleichzeitig wusste sie, dass dieses Vorhaben keine Lösung war.

Während sie ihren Überlegungen nachhing, spielte ihr Fuß mit einer Papiertüte, die sich vor ihr aufgebläht hatte. Blitzschnell entriss der Wind sie ihr und wirbelte sie herum. Die Tüte begann zu tanzen. Die Frau konnte die Schrift des Bäckers lesen. Der Wind griff den Beutel von der Seite an, wirbelte ihn hoch, riss ein Stück ab. Er spielte mit dem Papier. Es sah so leicht aus, wie die Tüte über dem Boden schwebte. Auch ihr wurde es leichter. Das Spiel der Natur begeisterte die Frau. Sie sah so lange zu, bis die Tüte völlig zerfetzt war. Der Wind zeigte ihr die Kraft des Unsichtbaren. Sie hatte ein wenig von dieser Kraft gespürt.

Sie ging in ein Geschäft, das gerade schließen wollte, und verlangte alle Teelichter, die vorrätig waren und die größte Packung Streichhölzer. Dreihundert Teelichter konnte sie bekommen. Verwundert blickte die Verkäuferin die Frau an und meinte:

„Für ein Gartenfest ist es aber zu kalt.“ Sie antwortete:

„Nein, kein Gartenfest, es ist wegen dem Krieg:“

Die Verkäuferin schüttelte den Kopf, als hätte sie ihre Kundin nicht verstanden, als wäre Krieg für sie ein Fremdwort, als wäre die Frau verrückt. Vielleicht war sie es auch. Es beruhigte sie, ein wenig Licht zu haben, ein kleines Licht für dreihundert Tage.

Als sie nach Hause ging, erstrahlten im Wasserstaub die leuchtenden Farben eines Regenbogens. Die Wolken schienen bleicher. Sie bedeckten halb den Mond. Die andere Hälfte war von Röte übergossen. Sie erinnerte an einen weit entfernten Brand.

Sie wartete auf den Krieg, Tag für Tag. Die Ungewissheit war so peinigend, dass sie fast hoffte, er würde endlich beginnen, dieser Krieg. Nach einigen Wochen war es soweit,

„der Krieg im Irak hatte begonnen“, lautete die Schlagzeilen. Die peinigende Ungewissheit, der tiefe Abgrund der Angst, wich der Realität. Am Abend nahm sie zehn Teelichter, entzündete eines nach dem andern, schaute in die Flämmchen, bis alle verloschen waren.

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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25. Oktober 2008 6 25 /10 /Oktober /2008 12:13
Das Ticken der Uhr
treibt silberne Nägel in
das blutende Kreuz.
Im Visier Hiroshima,
die Stadt n´hing im Fadenkreuz

Atomstrahlen wie
glitzernde Silberpfeile
nageln Menschen
ans Kreuz des Dahinsiechens;
Worte vom gerechten Krieg.

Du tanzt nach dem
Lied "Hiroshima" lächelnd,
und ich erstarre.
Brennende Augen nach den
viel geübten Handgriffen.

Wie ein Roboter
eine Bombe ausklinken
und fallen lassen.
Irak im Fadenkreuz und
immer wieder neues Ziel.

Eine Prozession
von schmerzensreichen Müttern
an frischen Gräbern.
So viel Gras gibt es nicht auf
der Welt zum Drüberwachsen.

(aus Reinhild Paarmann: 99 Gedichte Aufbruch)

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