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Das Friedensblog sammelt Friedenstexte interessierter, engagierter moderner Autoren.

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Die Friedensautoren mit Texten

3. August 2007 5 03 /08 /August /2007 16:42

Verlassene Herzen

traf ich auf meinem Weg durch das Land.

Trauer in den Herzen der Mütter

die ihren Sohn verloren haben,

an ein Land das uneins ist

auseinander gebrochen -

für den Preis vieler Leben entzweit,

um zu hungern.

 

Die Sinnlosigkeit ihres Tuns

nicht verstehend

 

Dabei rennen die Kinder auf den Straßen

mit Stöcken in der Hand -

spielen Krieg

Ich schieß euch tot, wie mein Vater.“

 

Dein Vater ist ein Held,

er gewann einen sinnlosen Krieg

gegen Brüder.

 

Der tonlose Schrei jedes Kindes,

verfolgt mich,

er versteht nicht

das sein Vater umsonst gestorben ist,

er weiß nur

das er alleine ist,

wegen der Menschen

die kämpfen wollten.

 

Auf den Straßen

kocht die Wut

wandelt Trauer in Rache,

die jeden schlägt.

 

Auf meinem Weg durch das Land

sehe ich ertränkte Hoffnung -

lauten Hass.

 

Auf meinem Weg sehe ich

leere Herzen

gefüllt von Leid,

tote Brüder

die nie mehr Hoffen.

 

Auf meinem Weg,

will ich nie wieder stehen bleiben -

um zu sehen.


Ich schlage diesen Text als "Friedenstext des Monats" vor.

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3. August 2007 5 03 /08 /August /2007 16:41

Wir gingen über Straßen,

trafen zusammen mit vielen,

kalte Hände umgriffen Parolen,

lachende Münder grüßten einander

  • ruhig war es vor dem Sturm.

 

Angst im Nacken,

vor Steinen und Knüppeln

stand ich geschützt in der Mitte,

die Schritte gezählt,

die Hand eines Fremden im Griff

  • gewartet habe ich auf den Sturm.

 

Laut riefen wir Parolen

Von Gerechtigkeit und Sinn,

während Uniformierte

schützend um uns kreisten,

mit freundlichem Nicken

mich verwirrten,

denn mein Blick hing

an ihren glänzenden Stöcken.

 

Langsam nur ging es vorwärts,

Schritt um Schritt,

bis zum Abend

  • doch der Sturm blieb aus.

 

Mit versteinertem Blick

Standen wir im Weg

Ohne zu weichen

In sternklarer Nacht.

 

  Ich schlage diesen Text als "Friedenstext des Monats" vor.

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3. August 2007 5 03 /08 /August /2007 16:39

Wir waren zu fünft -

als wir lagen in der Stille der Nacht,

lauschend auf den Hunger des anderen,

Träume von Wärme,

von Brot in Mengen,

machten uns gleich,

drückende Schwärze

von Sternen durchbrochen

deckte uns fröstelnd

bis zum Morgen,

Hände die klamm unter Decken,

den Atem einfingen

um nichts zu verschwenden

und doch,

kündigte aus bleichen Gesichtern,

das geflüsterte Wort von Hoffnung,

auf einen weiteren Tag.

Ich schlage diesen Text als "Friedenstext des Monats" vor.

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1. Januar 1970 4 01 /01 /Januar /1970 01:00
 Auf dem Zeugnis gute Noten.

Keine Lehrstelle geboten.

Außer bei der Bundeswehr.

Sicherer krisenfreier Job?

Lebenslänglich? Ja, und ob!

Da nahm er das Gewehr.

 

Und er lernte in der Not:

So einfach schießt man Menschen tot.

Er war so unerfahren.

Als Soldat in fremdem Land

war es, wo seinen Tod er fand.

Mit dreiundzwanzig Jahren.


Ich schlage diesen Text als Friedenstext des Monats vor.

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