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Das Friedensblog sammelt Friedenstexte interessierter, engagierter moderner Autoren.

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Die Friedensautoren mit Texten

27. April 2009 1 27 /04 /April /2009 12:44

 

 

Frieden ist nicht

etwas selbstverständliches

 

Das leben

ist ein Geschenk

welches der Herrgott

altruistisch

uns macht

 

Frieden

ist ein Geschenk

welches die Menschen

miteinander

sich machen

 

Etwas Selbstverständliches

ist Frieden nicht…


Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats. 

                                      

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26. April 2009 7 26 /04 /April /2009 19:54

Ich

habe noch nie

einen menschen getötet

versichert das auge

das gut geübt

den feind

anvisiert

dem finger

 

immer

bist du es

der abdrückt


Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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26. April 2009 7 26 /04 /April /2009 19:49
 Warum

brauchen Menschen immer die Schwäche des anderen,

um ihre eigene Stärke zu beweisen?

Warum

treten Soldaten und Polizisten, die Ordnung schaffen sollen

in wehrlose Opfer, vergewaltigen Frauen?

Warum

misshandeln Eltern und Erzieher

ihre eigenen Kinder?

Warum

gibt es so viele Gewalttätigkeiten

bis hin zum Mord?

Warum

lassen Industrienationen

die Menschen anderer Welten verhungern

oder beuten sie schamlos aus?

Warum

treiben Politiker einiger Staaten

Kriegshetze gegenüber anderen Staaten?

 

Warum

gibt es nie Frieden, nie Gemeinschaftlichkeit,

nie eine Weltgemeinschaft?

 

Warum

kämpft immer noch

jeder gegen jeden???

 

 

Wir haben 2000 Jahre und mehr Zivilisation!

 

Warum

leben wir

nach wie vor

in der Steinzeit???

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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26. April 2009 7 26 /04 /April /2009 19:45
Wir hatten noch etwas Zeit, bevor die Veranstaltung im Planetarium in Bochum begann. Nebenan befand sich ja die neu erbaute Synagoge. Ich war bei der Grundsteinlegung anwesend gewesen, und schwärmte meiner Mutter von den 6 in kleinen Glasfenstern angeordneten jüdischen Sternen vor, die das Innere zierten.

Meine Mutter wollte sie unbedingt sehen. Wir läuteten an der gut bewachten Tür dieses rechteckigen Baues, und ein Mann öffnete uns. Nachdem er sah, dass unser Interesse echt war, ließ er uns ein und zeigte uns den Gottesdienstraum. Im Halbkreis angeordnet waren die Sitzreihen, für die Frauen auf der einen, für die Männer auf der anderen Seite. Er erzählte, mit einem Anflug von Stolz: „Früher, bei den orthodoxen Juden, mussten die Frauen auf dem Balkon sitzen, aber jetzt hat sich vieles gewandelt.“

 

Wir waren gerührt, nicht nur über den Gottesraum, sondern auch, weil er so freundlich und zuvorkommend uns auch die „Tora“, die Schriftrollen zeigte, die er aus einem reich verzierten Behältnis herausnahm.

An der Tür waren, in Messing eingraviert, die hebräischen Anfangsbuchstaben der 10 Gebote. Ich äußerte mich erstaunt darüber, dass dieses für das Christentum und Judentum gleich sei.

Als wir so in der großen Kathedrale standen, erzählte ich von dem lebenslangen Engagement meiner Mutter in der evangelischen Gemeinde.

Er, mit einem russischen Akzent, wies auf die Decke, und meinte: “Ja – im Grunde ist es doch das Gleiche. Es gibt nur den EINEN da oben.“

Andächtig und verbunden, sichtlich bewegt, standen wir und blickten zu den jüdischen Sternen.

 

Meine Mutter erzählte lebhaft von ihrer Klassenkameradin in der Grundschule, die Jüdin gewesen war:

Sie sagte eines Tages: Du wirst mich jetzt eine zeitlang nicht mehr sehen. Wir fahren nach Amerika. Sag niemand etwas davon – und ich habe es auch nicht getan, denn ich gehörte zur „Bekennenden Kirche“. – sagte meine Mutter. –

Sie war eine gute Freundin von mir – und ich habe nie wieder etwas von ihr gehört. Am nächsten Tag kam sie nicht zur Schule. Von da an war sie verschwunden.“

Er sagte: „Wie hieß ihre Freundin?“ – „Esther Straub.“ sagte meine Mutter. Er meinte: “Vielleicht kann ich Ihnen helfen. Einen Moment mal, ich schaue in unserer Kartei nach. Wir haben hier alle Unterlagen der Bochumer Juden von dieser Zeit.“

Er ging und brauchte etwa 10 Minuten. Dann kam er wieder.

Meine Mutter sagte:“ Haben Sie sie gefunden? Lebt sie noch in Amerika?“ Er guckte sehr ernst, bedrückt, und schien nicht zu wissen, ob er seine Nachricht kundtun sollte.

Was ist … war mit ihr?“

Er sagte leise:

Sie haben es nicht geschafft. Sie sind nie in Amerika gelandet. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass sie, die ganze Familie nach Bergen-belsen abtransportiert wurde. Jemand muss von ihren Plänen gewusst haben. Sie sind alle umgekommen.“

 

Wir waren fassungslos und wurden bleich.

Meine Mutter stammelte: „Wie…wie kann das sein? ...“

Wir… wir lebten…alle zusammen…“

 

Er: „Vielleicht – hat jemand ihr Gespräch belauscht… eine Lehrerin oder ein anderer… In diesen Zeiten…“

 

Eine zeitlang standen wir still in diesem großen schönen Bau, sahen auf die Sterne und das kunstvoll gestickte Altarbild…

 

.„nur ein Gott…“ murmelte ich. „Wenn er doch geholfen hätte…“

 

Mit hängenden Schultern verabschiedeten wir uns von dem freundlichen russischen Juden.

Wir gingen aus dem Kirchenraum, und er setzte sein kleines Käppi ab.

Vielen Dank für die Führung, und – verzeihen Sie bitte, wenn es zu verzeihen ist … verzeihen Sie… unserem Volk…“

Aber in diesem Moment waren wir uns nicht sicher, dass dieses zu verzeihen war.

 

Und unser „Eine Gott“ hatte dazu geschwiegen.


Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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16. April 2009 4 16 /04 /April /2009 09:55

Wenn man doch könnte
sich in die Lüfte erheben,
um die Erde von oben zu sehen.

Wenn man doch könnte
Einhalt gebieten,
wenn Kriege und Verderben drohen.

Wenn man doch könnte
die Naturgewalten besiegen,
wenn sie zerstörend wirken.

Wenn man doch könnte
diese Wünsche erfüllen,
damit weniger Leid auf Erden sei.

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.
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2. April 2009 4 02 /04 /April /2009 11:08

Wie die Spinne ihr Netzt bewegt,

weiträumig den Feind abfängt,

sich zugleich von ihm ernährt,

sicherheitspolitisch betrachtet

ist das sehr bewundernswert.

 

Der Mensch, gefangen im Intellekt,

er bedenkt. Willensweich neigt er

zur Diskussion, statt mit Instinkt

voranzuschreiten wie das Insekt,

das er verachtet, in steter Aktion.


veröffentlicht in: Eckhard Weise, Nicht im Traume denke ich daran!, Wiesenburg Verlag, Schweinfurt 2008


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30. März 2009 1 30 /03 /März /2009 15:50

wenn es dir nicht reicht


wenn es dir nicht reicht
einen mantel zu haben
ein bett und ein paar schuhe
dann steh auf

steh auf in allen varianten gottes
steh auf
auf den heiligen bergen
und in den verwundeten tälern
steh auf mit allen
die jemals aufgestanden sind auf der erde

mit allen
die jemals gerechtigkeit wollten
auf der erde

steh auf


steh auf
in allen varianten
gottes und schreibe
für einen lidschlag lang
vertrauen
in die dünnwerdende
luft
steh auf

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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30. März 2009 1 30 /03 /März /2009 14:45
Irgendwo
stirbt ein Kind
Irgendwo tobt ein Krieg
Irgendwo wir jemand gequält
und gefoltert
Irgendwo herrscht Unterdrückung
und Ungerechtigkeit
Irgendwo erschlägt immer
Kain seinen Bruder Abel
Irgendwo
weit weg
und doch auch
irgendwo
ganz nah
mitten in unseren Herzen

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.
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24. März 2009 2 24 /03 /März /2009 18:25
 
Ein Gesicht
mir fremd
vor dem
'Mahnmal der großen Kriege'
 
Unsere Augen
halten sich fest
im Vorübergehen
 
Wir wissen beide
um die Fragwürdigkeit
Völker mordender Siege
 
(veröffentl. in 'Immer im Jetzt',  Buch &media, 2009)

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19. März 2009 4 19 /03 /März /2009 07:44



Lieber eine Tochter,

ein Mädchen,

das ich bewahren,

behalten kann

und mich wieder finden

in ihrer Weiblichkeit.


Keinen Sohn -!

Mein Wunsch reduziert sich;

ich habe Angst

vor den Kanonen,

die er bedienen muß,

vor dem Krieg,

der ihn frisst,

vor dem Tod,

dem er ausgeliefert wird.

Nein – kein Sohn!


Mein Kind

soll mir

und sich selbst gehören

und der bunten Welt,

nicht den Männern,

die Söhne brauchen,

sich fortzusetzen,

ihre Macht zu beweisen,

und sie dann in Kriege schicken.


Ich möchte nicht

Abschied nehmen

von meinem Kind,

vor der Zeit.


Mein Herz braucht dich,

Tochter;

mein Herz weint,

wenn es dich denkt,

Sohn.


Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.


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