Gott, sind wir klüger geworden
wir trümmern Atom auf Atoll
die Kühnheit, im Großen zu morden
das Fortschrittsmaß machen wir voll
Im Sattel: Gespenst über Sphären
im Galopp reißts uns weiter ins All
die Zweifler - wir lassen sie mähren
auf dem Giebel der Welt ragt der Phall
Forever young hören wirs plärren
seit Alphaville sind wir bereit
und rosshoch jagen wir Herren
es ruft die Unsterblichkeit
Wir reiten den Nachthengst und schnellen
den Horizonten voraus
die Hufe sie wirbeln und prellen
wie Feuerstein auf unser Haus
Was unten war, jetzt ist es oben
kopfüber - des Bockigen Kreuz
die Welt aus den Angeln gehoben
die Fugen gesprengt - und wen reuts ?
Die Meere versengt und zerstoben
die Kometen verjagt mit Geheul
Wir thronen und fühlen uns oben
wenn die Kruppe die Sterne verbeult
Zum Amoklauf sind wir geboren
als Mensch, der sich selber genügt
Nur weiter - dem Wahnsinn die Sporen
noch hat uns kein Schöpfer gerügt!
Ich schlage diesen Text als Friedenstext des Monats vor.