Es war einmal ein weißes Haus
das sah von außen freundlich aus
es war in aller Welt bekannt
und quasi Herz im Vaterland
In diesem Häuschen saß ein Mann
der langweilte sich irgendwann
und dachte so verträumt beim rauchen
ich könnte noch mehr Öl gebrauchen
Und weil es gerade nahe lag
marschierte er in den Irak
das heißt, nicht er, er selber - nee
dafür gab es ja die Armee
Doch weil die Kasse ziemlich knapp
die Konjunktur auch etwas schlapp
dacht er sich schnell ein Märchen aus
und zog damit von Haus zu Haus
Bald fand er Freunde in der Welt
die halfen ihm mit Mensch und Geld
und johlten: "Es geht in den Krieg
wir holen einen schnellen Sieg".
Gesagt, getan, sie griffen an
Mal starb ein Kind, mal Frau, mal Mann
Das Ende kam dann ziemlich schnell
zumindest hieß es - offiziell
Immer noch herrscht Blutvergießen
Menschen die auf Menschen schießen
weil jemand den Befehl erteilt
der > sicher < in der Ferne weilt
Und weit, weit weg, im weißen Haus
sieht alles völlig anders aus
denn in dem Haus, da sitzt ein Mann
der dieses nicht begreifen kann
Denn er spricht über Menschenrechte
und von der Freiheit, die er brächte
und schwört, er bringt sie ihnen bei
und wenn es mit der Peitsche sei
Er schränkt die - Freiheit - weiter ein
und sagt, es müsse halt so sein
Demokratie soll sein am Schluss
und wenn er sie versklaven muss
Es steht weit weg ein weißes Haus
das sieht von außen freundlich aus
doch hinter einer weißen Wand
sucht jemand schon ein neues Land ...
Ich schlage diesen Text als Friedenstext des Monats vor.