Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligung
die Geschichte der Menschheit
seit jeher von Kriegen geprägt
vermögen die Völker ihrem Zwist
mit Gewalt nur zu begegnen
mit Ingrimm auf des Nachbarn Hab ersinnt
der Neider im Verborgenen das Komplott
Kriegesgrund wird heraufbeschworen
und klammheimlich das Böse Blut geschürt
fochten Ritter um Güter und Länderein
der Welt Besitztümer im Duell zu erlangen
im Kampf haben den Tod sie gefunden
vergänglich eigen Hab und Ackerland
war in Gassen und Spelunken der Brotneid
des Gesindes Anlass für das Krakeel
raubten dem Edelmann in seinen Gemächern
der anderen Kostbarkeiten die Seelenruh
leben Brüder in Fehde um Hinterlassenschaft
hinter Fassaden toben Familienkriege
Eheleute führen fortwährendes Wortgefecht
ist Unfriede derer ständig Wegbegleiter
mordet der Rivale den Nebenbuhler hinterrücks
erzwingt sich dessen Weibes Gunst
in Illusionen wiegend es sei für ewiglich
ist er sich des nächsten Bosheit jedoch gewiss
spielen Frauen mit den Kindern auf den Wiesen
ausgelassen ohne den begrenzenden Wall
welcher errichtet zur Offenbarung von Besitz
doch so kurzlebig ist wie das Dasein selbst
vernichtet gehört des Fremdling Existenz
dessen Herkunft ist Begründung schon genug
keine Friede sei der Menschheit je gegönnt
disputiert um Weltbild und des anderen Konfession
ständig im Zerwürfnis mit seinesgleichen
von Verbitterung und Verdruss genährt
ist der Menschen größter Feind er selbst
zeugen davon seit Jahrtausenden die Verlierer
Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.