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Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligung

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Simon Andreea: Die Welt hat Zähne

Die Welt hat Zähne und sie könnte jederzeit zubeißen. Das hätte ich wahrscheinlich vor ein paar Jahren noch gesagt, doch heute lautet es leider so: Die Welt hat Zähne und sie hat kräftig zugebissen.

Wir leben im Krieg und bis vor kurzem hat das noch keiner bemerkt. Es ist ein Krieg voller Hass und Rache und seine Auswirkungen übertreffen alle bisher bekannten Schlachten. Dieser Krieg ist sogar so hinterlistig, dass man ihn gar nicht wahrgenommen hat! Langsam hat er sich eingeschlichen und eben so langsam bekommen wir jetzt seine Folgen zu spüren. Die Schuldigen sind die, die den Krieg angefangen haben… die Gegner sind keine anderen als Mensch und Erde… und der Kampf, der nennt sich globale Erwärmung.

Zwei Weltkriege sind bekannt. Ist dies wohl der dritte? Oder ist es der einzige wahre Weltkrieg? Man verdurstet neben dem Wasser, da Überflutungen nichts weiter können, als zu zerstören. Man ertrinkt, weil plötzlich Unmengen von Wasser bis dahin verdorrte Gebiete ihren Platz einnehmen. Man verbrennt, auch wenn es bewölkt ist und man schwitzt, obwohl man Schnee um sich herum hat und es eigentlich kalt sein müsste. Und das Schlimmste: Dieser Krieg betrifft alle Menschen! Man kann sich nicht mehr mit dem Gegner verbünden, um glimpflich davon zu kommen. Das einzige, was man tun kann, ist sich mit dem Feind zu verständigen, um wieder das verlorene Gleichgewicht und den Frieden herzustellen.

Unser Feind ist nun unsere eigene Welt. Einst stand sie uns zu Füßen und ermöglichte uns das Leben. Doch nun, wie wütend sie doch ist, dass wir sie so benutzten! Jetzt verschlingt sie uns und erschwert uns das Leben. Zwar hat sie sich auch vorher schon anmerken lassen, dass ihr so einiges nicht passt und Stürme, Tornados und Überflutungen herauf beschworen. Vielleicht waren das Zeichen für uns, dass wir es zu weit getrieben haben, doch wir haben sie mal wieder ignoriert. Alles hat seine Grenzen. Wir haben unsere überschritten und somit die der Erde provoziert. Doch eine Grenze einmal überschritten, kann das nicht mehr rückgängig gemacht werden. Was nun?

Der Mensch entwickelte sich, verlangte immer mehr, und als er sah, dass so viel Unvorstellbares möglich wurde, da forschte er weiter und grub tiefer in die Wissenschaft hinein. Doch merkte er dabei nicht, dass seine Erfindungen jemandem schadeten. Und dieser Jemand war kein anderer als sein bester Freund, der immer gab und nie etwas zurück verlangte. Ein Freund, der uns Menschen mit so vielen Schätzen belohnt, hätte es nicht verdient, so misshandelt zu werden. Und doch haben wir es zugelassen!

Vielleicht ist es noch nicht zu spät, um das Schlimmste zu verhindern, doch die Einsicht hat mit Sicherheit Verspätung. Vergessen wir für einen kurzen Augenblick den Spruch „Lieber spät als nie", denn es geht um unsere Welt, unsere Heimat, unser Leben.

Wer diesen Krieg verliert, das kann man sich denken. Und was mit den Verlierern geschehen wird, ist auch kein großes Rätsel.

Sätze, die mit „was wäre, wenn" anfangen, enden oft mit einer Enttäuschung, weil sie nur eine Möglich ausdrücken und nie Sicherheit. Und trotzdem: Was wäre, wenn wir uns Menschen alle zusammen tun würden und die Fehler beheben könnten, die diesen Schaden angerichtet haben? Ein Mensch allein kann nicht viel verändern, doch alle zusammen können sich gegen die Leichtsinnigkeit wehren, die nicht nur die Welt zerstört hat, sonder auch uns selber.

Der Weltkrieg hat begonnen – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Welt will Krieg mit uns führen und wir tragen daran die Schuld.

Wenn die Sonne heute noch scheint, morgen kann sie hinter pechschwarzen Wolken verschwinden. Wenn sich vom Fenster aus ein schöner und kühler Morgen ankündigt, der Mittag wird alles zum Schwitzen bringen. Die Folgen eines jeden Krieges sind verheerend. Dieser Krieg jedoch könnte das schlechtmöglichste Ende nehmen, das es gibt. In ein paar Jahren werden wir wohl herausfinden, ob es noch eine weite Zukunft für uns gibt. Wie einer meiner Lehrer zu sagen pflegte: „Hoffen wir das Beste!"

Wir Menschen haben jedoch unsere Fehler erkannt und versuchen nun alles wieder gut zu machen. Das geschieht jedoch sehr langsam und wer weiß, ob die Welt Geduld mit uns haben wird. Die Ereignisse, die unzählige Menschen verschlungen haben, lehren uns, dass wir den Frieden mit unserer eigenen Welt dringend nötig haben. Schritt für Schritt, Kohlendioxidteilchen für Kohlendioxidteilchen nehmen wir das zurück, was wir der Welt angetan haben. Wir sind bereit für den Frieden. Ob die Welt den Friedensvertrag wohl unterzeichnen wird?

Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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