Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligung
Es ist vorbei.
Sie sind weg.
Ist es tatsächlich zu Ende?
Sind sie wirklich nicht mehr da?
Fragend blicken ängstliche, kleine Augen aus der Dunkelheit.
Nach und nach kriechen sie schüchtern aus ihren Löchern.
Vorsichtig verlassen sie ihren Unterschlupf,
ihre Verstecke, die nun keine mehr sind.
Entsetzen spiegelt sich in ihren zerfurchten Gesichtern,
gezeichnet von der Gewalt.
Verzweiflung, als sie das Ausmaß sehen,
als sie die Tragweite der Katastrophe erkennen.
Vernichtung!
Totale Zerstörung.
Überall.
Ein Scherbenmeer.
Trümmerfelder.
Eisige, kahle Mauern.
Weinende Menschen ohne Perspektive,
ohne Zukunft, ohne Vergangenheit, ohne Gegenwart.
Schreiende Kinder ohne Eltern.
Allein gelassen im Hier und Jetzt.
Verlassen von allem Vertrauten, Bekannten.
All ihrer Hoffnung beraubt und ihres Seins entblößt,
stehen sie da, vor den Ruinen, die einst ihr ganzes Leben waren.
Nein, es ist nicht vorbei.
Es wird niemals ganz zu Ende sein.
Nein, sie sind nicht weg.
Sie werden immer da sein,
werden diese Menschen ihr restliches Leben lang begleiten,
als schwarze Schatten,
als tiefe Narben, eingebrannt in unschuldige Kinderseelen.
Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.