Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligung
Stolz stehe ich in einer langen Reihe zusammen mit anderen jungen Männern. Wir bewegen uns nicht und warten auf das Unvermeidliche. Doch auf einmal ändert sich meine Gefühlslage. Wie komme ich hierher? Was hat mich dazu bewegt meine Schritte auf diesem Pfad zu vollziehen? Wie kommen meine besten Freunde hier, die, genau wie ich noch niemals weiter als 100 km von zu Hause entfernt waren, bis zu diesem unsäglichen Tag.
Wie uns geht es vielen hier, ich habe mit einigen geredet. Auch sie schauen voller Angst vorwärts. Werden wir sie noch wahrnehmen, die Raketen über unseren Reihen, die Kugeln über unseren Köpfen? Spüren wir die Gefahr der Mörser und der Männer die sie bedienen?
Was hat mich dazu gebracht hierher zu kommen, in die Ferne. War es die Aussicht auf ein Abenteuer, auf Ruhm oder dieses bestimmte Gefühl was durch den einen Schub von Adrenalin ausgelöst wird, der mich jedes Mal unverwundbar macht?
Kann ich es noch ändern? Ist es mir bestimmt die Zeit zurückzudrehen?
Mein Denken verblasst, die große Leere tritt ein und umfängt mich…
Le Mack
Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.