Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligung
Ich sage mal: Guantánamo. -
Muss ein Häftling dort aufs Klo,
hat er in der Freiluftzelle
eine kleine Notdurftstelle.
Diese ist ob der Gefahr
allerseits gut einsehbar.
Doch nach Jahren im Gefängnis
bringt das keinen in Bedrängnis.
Gut vertraut mit Käfighaltung
meidet man die Hausverwaltung.
Kurz die Beine angewinkelt
und ins Loch hinein gepinkelt.
Ärgernis jedoch bereitet,
wenn der Arrestant bestreitet,
dass ihm hier geholfen wird,
und er sich beharrlich ziert.
Besser ist es sich zu läutern
als zu meckern und zu meutern.
Oftmals helfen Eisenschellen,
um sich einer Tat zu stellen.
Das Gewissen wird entlastet,
wenn der Sträfling eifrig fastet
oder auch mal tagelang
sich versenkt im Tiefkühlschrank.
Ist er hier zulang alleine,
amputiert man ihm die Beine.
Doch die sind ja eh verloren,
wenn sie erstmal abgefroren.
Schwer wird jetzt des Stuhles Gang
auf Žnem Stumpf mit Blutandrang.
Denn dann sucht auf seinen Schenkeln
der Proband nach Haltehenkeln.
Greift er in den Drahtverhau,
haut man ihm die Finger blau,
weil nun mal die Drahtberührung
nicht erlaubt ist, sagt die Führung.
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Kurnaz kommt nicht mehr zur Ruh.
Soll manŽs glauben? - Jetzt kommst du.
Ich schlage diesen Text als Friedenstext des Monats vor.