Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligung
Nach der Maueröffnung habe ich alles Geld, das ich irgendwie auftreiben konnte, verwendet, um mit meinen Kindern in die Ferne zu reisen, die uns bis dahin verwehrt war. Wir sind meistens mit Freunden verreist oder wir haben uns mit ihnen an bestimmten...
hexe sagt sie, hexe. teufel, sagt der teufel! wenn die scheiterhaufen brennen an der achse des bösen läuft mein skoda besonders gut, wenn ich über den wechsel wechsel. da rinnt das öl, da drehen die räder durch, da schnurrt der motor, da funktioniere...
Unbarmherzig sticht die Sonne vom benebelten Himmel die Luft über den Straßen flirrt vor Hitze die den Atem lähmt Asphalt schmilzt, klebt an den Schuhen Kein Windhauch regt sich Menschen bewegen sich in Zeitlupe, alle verlieren Flüssigkeit, manche die...
Auf einer Treppe sitze ich bei einem alten Mann. Er blutet am Kopf und kann nicht mehr aufstehen. Sirenen heulen, Menschen rennen und wollen mich mitnehmen. An meinen Opa klammere ich mich fest. Flugzeuge am Himmel! Ich will nicht sterben, bin doch erst...
Wo ist der Frieden dieser Welt? Wo ist das viele Geld? Ein Aufblitzen von Freundlichkeit sonst gibt es fast nur Hass und Neid! Durch Technik soll die Welt globaler sein obwohl sie schließt sie ein! Weil man nur noch alles zu Hause macht und allein. Man...
Lechzen Industriemagnaten nach den Märkten, Öl und Stahl, wie sie es schon immer taten, häufen sie ihr Kapital. Vollgepumpt bis an die Decke wächst das Waffenarsenal, aufgerüstet zu dem Zwecke, Krieg zu führn fürs Kapital. Höchstprofite zu erreichen,...
Liebe Menschheit, ich kenn' Dich jetzt schon so lange. Jeden Morgen wache ich auf und Du bist da, es ist einfach Verlass auf Dich. Nie würdest Du mich alleine lassen. Eigentlich doch eine ideale Beziehung. Eigentlich. Mir kommen da aber manchmal Sachen...
wir tun es heimlich oder offiziell mal geschickt mal dilettantisch oft ganz langsam manchmal schnell oberflächlich fast pedantisch lächelnd mit gewissensbissen hingerissen aus versehen oder absicht denn befehl ist befehl und bevor man selbst dran glaubt...
Wir gingen über Straßen, trafen zusammen mit vielen, kalte Hände umgriffen Parolen, lachende Münder grüßten einander ruhig war es vor dem Sturm. Angst im Nacken, vor Steinen und Knüppeln stand ich geschützt in der Mitte, die Schritte gezählt, die Hand...
Sein Dorf in Flammen es stinkt nach Tod nichts bewegt sich die letzten Schreie sind verstummt Blutgetränkt der schmale Weg unweit der Hütte seines Vaters die Landschaft schrecklich gezeichnet und dort liegt es von Kugeln durchlöchert es war erst zwölf...
Mutter was hast du dir angetan, läßt deinen Sohn nach Afghanistan? Schickt er dir aber so viel Geld Ja, gut bezahlt wird er als Held! So lustig scheint das Leben nicht was so aus seinen Briefen spricht. und bleibt der Geldregen bald aus kommt er im Zinksarg...
Strahlend blauer Himmel Greller Sonnenschein Weiße Ascheflocken weben zarte Muster ein Locker schwebend Sanfte Brise hebt sie in die Luft empor Taumelnd auf und ab, Schmetterlingen gleich Weißer Trauerflor Strahlend blauer Himmel Greller Sonnenschein...
Wenn der letzte Mensch vertiert Und mit dem letzten Tier krepiert, Wenn bestenfalls noch Küchenschaben Und Asseln sich durch Moder graben, Wenn's aus ist mit dem bunten Leben Für wen wird's dann noch Regenbogen geben? Es geht um dein Leben, mein Leben,...
Wenn am letzten Tag im Dunkel der Nacht unheilvolle Kräfte schweigen und erstarren Wenn Einsamkeit die Seelen klagender Invaliden erschauern lässt Wenn Gestirne sich nicht mehr zeigen wollen Und Verlorenheit Besitz ergreift dann gibt es nur noch Sehnen...
Ängstigt sie uns nicht die Taubheit der Masse die das Recht des Stärkeren nicht als Unrecht erkennt? Lernen wir nicht aus der Geschichte die uns unser Scheitern im Kampf mit uns selbst vor Augen hält? Fehlt uns die Größe die Stärke der Schwäche zu erkennen?...
Es war einmal ein kleines Herz. Eines Tages erwachte es in einer Welt, die grau und trist war. Der Krieg, der Hass, der Neid und die Gier hatten seit Jahrhunderten in dieser Welt gewütet und ein Chaos hinterlassen, das unbeschreiblich war. Das kleine...
Kein Kaffeneon ohne Tische im Freien Eine Nebenstraße in der Sonne Sie beleuchtet warm die Nachrichten von gestern, gilbt Zeitungsweiß, bleicht die Schrift Die beiden Alten lesen nicht Zwischen ihnen ein Teller Trauben Sie schweigen dem Radio zu, gehen...
1 Keine Nachricht. Kein Lebenszeichen. Kein Anruf, kein Brief, kein nichts. Keine Rechnung zu begleichen. Kein Zeichen des Verzichts. 2 Kein Feuer. Keine Rauchsignale. Keine Trommeln in der Nacht. Keine Narben. Keine Muttermale. Kein Hinweis. Kein Verdacht....
Moru, der kleine Elefant Abermals haben die Elefanten mich gerettet. Ich meine, indirekt haben sie mich gerettet. Es war an einem Sonntag, ein paar Tage nach der Öffnung der Grenze zwischen West- und Ostberlin, ich fuhr von Berlin nach Leipzig. Vorher...
… die alte Dame mit dem freundlichen Gesicht, auf dem sich trotz ihren hohen Alters kaum Falten zeigen, tippelt langsam zu dem nahe gelegenen Stadtpark - zu ihrer Bank wie all die Jahre, die sie nun schon hier lebt. Sie setzt sich so, dass die nun schon...
Risse auf deiner Haut auf deinen Händen Risse in unserem Land Risse überall Risse lege ich Rosenblätter auf deine Haut auf deine Hände Rosenblätter auf deine Lider wache im Schnee dann aber harte Schritte schwerer Stiefel Rosenblätter Schnee Ich schlage...
In Peking trifft sich die Jugend der Welt, um sportliche Siege zu streiten. Natürlich geht es auch um sehr viel Geld. So sind heutzutage die Zeiten. Die Medien mögen den Frieden nicht. Sie hetzen und suchen zu stören. Was schert sie ein objektiver Bericht?...
Ich schlage den folgenden Text als Friedenstext des Monats vor: Von langer Hand vorbereitet Im Fernsehen annonciert: das Spiel wird geführt, schon lange geplant und als gerecht erkannt. Man ist gespannt Fußball, Tennis oder Golf, welches hätten Sie genannt?...
Die ganze Erde war zerstört. Der fünfte Weltkrieg war vorbei. Verhallt war auch der letzte Schrei nach Frieden – er blieb ungehört. Man hatte keineswegs verzichtet auf Bomben und auf and're Waffen. So war das Schlimme leicht zu schaffen: die Menschheit...
Kind, wer hat dir dein Lachen geraubt Wer hat deinen Frohsinn zerstört Du hast doch an Gott und die Welt geglaubt Nachts die Vögel noch singen gehört Wer stahl dir das Strahlen in deinem Blick Und das Leuchten aus deinem Gesicht Du warst stets so fröhlich,...