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Die Friedensautoren mit Texten

25. August 2008 1 25 /08 /August /2008 05:49

Liebe Menschheit,

 

ich kenn' Dich jetzt schon so lange. Jeden Morgen wache ich auf und Du bist da, es ist einfach Verlass auf Dich.

Nie würdest Du mich alleine lassen. Eigentlich doch eine ideale Beziehung. Eigentlich.

Mir kommen da aber manchmal Sachen zu Ohren, die find' ich nicht in Ordnung.

Du führst ständig Krieg. Im Nahen Osten, im Fernen Osten, im Süden. Ständig werden Menschen getötet. Überall auf der Welt. Hier ein Verbrechen, da ein Krieg. Terrorismus, Religionskriege. Oder Du lässt sie verhungern, auch überall auf der Welt, etwa 100.000 Menschen jeden Tag!

Das muss man sich mal vorstellen!

Und dann entwickelst Du ständig neue Waffensysteme, gibst Unsummen an Geld für Armeen und Kriegsgerät aus.

Schickst Menschen zum Mond, ins Weltall und jetzt willst Du auch noch auf den Mars. Aber etwas zu essen für die Ärmsten der Armen hast Du nicht übrig. Oder Medikamente für die, die es sich nicht leisten können.

Nein, da ist es Dir wichtiger neue Autos zu erfinden, die sich eh nur die kaufen können, die Essen und Medizin im Überfluss haben. Oder Flugzeuge, die schneller fliegen als ihre Entwicklung. Damit die mit den dicken Geldbeuteln sich die Armut in fernen Ländern angucken können, um sich zu gruseln.

Du erfindest ständig bessere Medikamente, neue medizinische Gerätschaften und bahnbrechende Heilungsmethoden. Anstatt das aber allen zur Verfügung zu stellen, kriegen die alles, die es auch bezahlen können. Die anderen können sehen, wo sie bleiben. Kein Geld, keine Gesundheit. So einfach ist das.

Und dann machst Du auch noch unser Klima kaputt. Wir haben doch nur eins. Was sollen wir denn essen, wenn es nur noch Wüsten gibt oder nur noch Eis und Schnee? Dann wird man sich auch für viel Geld kein Essen mehr kaufen können. Es wird nichts mehr da sein.

Ich kann das alles kaum glauben. Du lachst mich morgens immer so fröhlich an. He, wie geht's und schön, dass Du da bist und so. Immer willst Du, dass ich tolle Sachen mit Dir erlebe.

Aber ich will Dir was sagen, Du machst mir Angst. So mag ich gar nicht mehr mit Dir zusammen sein.

Deshalb will ich, dass wir uns trennen. Ich will, dass Du gehst. Sofort.

 

Gruss

Dein R.

Ich schlage diesen Text als Friedenstext des Monats vor.

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Published by Slov ant Gali eingestellt
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